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Der Frisör ist wieder am Start. Sieben Jahre nach Reflektor Falke ist Thomas D wieder solo unterwegs, nützt eine Pause der Fantastischen Vier. Inspiriert von seiner Hauptband, seiner Vergangenheit und seiner Nebenprojekte (Son Goku, M.A.R.S.) setzt es mit "Kennzeichen D" das abwechslungsreichste, vielfältigste Solowerk des Deutsch-Rap-Veteranen.

Im Opener "Deshalb bin ich hier" spielt der D mit den Erwartungen, deutet eine weitere Rap-Predigt an und gibt sich schließlich fröhlich, beinahe positivistisch. Die erste Single "Get On Board" ist verdammt partytauglich wie auch "Wir brauchen dich", zu dem man sich extrem gut bewegen kann. Auch ein wenig Crossover-Sound darf nicht fehlen, speziell in "Vergiftet im Schlaf" und "Fighter". Die nachdenklichen Songs tauchen erst im letzten Drittel des Albums auf, gehen mit "An alle Hinterbliebenen" und "Vergebung hier ist sie" auch richtig unter die Haut.

Alles in allem macht das "Kennzeichen D" natürlich abwechslungsreich, auch 18 Tracks auf voller CD-Länge mit klarer Einteilung in mehrere Stimmungsbereiche anstrengend wirken. Nur bedingt kann man sich die Platte in einem Durchgang einverleiben, muss mehrere Anläufe nehmen. Immerhin hat Thomas D den Rundling für jegliche emotionalen Regungen perfekt gruppiert. Somit also ein Album für jede Lebenslage.

Erhältlich ab: 12.09.2008
Erhältlich über: One Artist (Universal Music)
dawak
Donnerstag, 25. September 2008FacebookStumbleUpondeliciousMister WongGwiri

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