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Aufbau und Struktur
Der Inhalt einer Stellenanzeige ist meist durch folgende Punkte gegliedert:
  • eine Unternehmenspräsentation (wer sucht?),
  • das konkrete Stellenangebot (für welche Tätigkeit?),
  • die Anforderungen (wen, mit welchen Qualifikationen/ Fähigkeiten?)
  • und eventuell Hinweise auf Gehalt, Einstellungsdatum, Aufstiegschancen, Arbeitszeiten, etc. (zu welchen Bedingungen und was geboten wird).
Daneben enthält jedes Stellenangebot die Art der gewünschten Kontaktaufnahme, das heißt der bevorzugten Bewerbungsform. Hier findest du die Hinweise wie du dich bewerben solltest, etwa durch ein Bewerbungsformular auf der Website des Unternehmens oder per E-Mail an die entsprechende Ansprechperson.

Entscheidend für den Bewerber ist besonders die richtige Interpretation der Unternehmenspräsentation und der Anforderungen an die ausgeschriebene Stellenanzeige.

Du musst dir im Klaren sein ob du dem geforderten Profil entsprechen, ansonsten ist eine Bewerbung für dich und das Unternehmen Zeitverschwendung.


Das Unternehmensprofil
Das Unternehmensprofil – und mag es noch so kurz sein – ist wichtiger Imageträger gegenüber Dritten und verdeutlicht dem Bewerber das grundlegende Selbstverständnis des potenziellen neuen Arbeitgebers.

Je kleiner das Unternehmen, desto mehr Informationen über Branche. Denn anders als Großkonzerne, die breiten Schichten der Bevölkerung wohl bekannt sind, gibt es bei klein- und mittelständische Unternehmen für den Leser Aufklärungsbedarf.

Wer um Fach- und Führungskräfte mit einem allzu kryptischen, „Suche Ingenieur/in...“ wirbt, wirkt daher auf den ersten Blick wenig seriös.

    
Anglizismen
Nicht nur Berufseinsteiger, sondern auch erfahrene Arbeitnehmer stolpern über die wohl klingenden englischen Titelbezeichnungen, die Stellenanzeigen manches Mal zur Herausforderung werden lassen.

Selbst eingefleischte Vertriebler tun sich mit Anglizismen wie Corporate Reseller (Kundenbetreuer) oder Sales Manager (Vertriebsmitarbeiter) manchmal schwer.
Hilfe bieten in solchen Fällen das Internet, Fachzeitschriften, Ratgeber-Literatur und nicht zuletzt Freunde und Bekannte die in ähnlichen Positionen arbeiten.

Firmen, die an Stelle der deutschen Begriffe ganz bewusst zum englischen Pendant greifen, betonen häufig ein internationales Betätigungsfeld. Gute Englischkenntnisse sind dann Pflicht!

Heute ist Englisch nicht nur ein Muss für viele Jobs, es ist Teil der Fachsprache geworden. Aber nicht nur im Beruf, auch im Alltag treffen wir auf das Englische - auf eine Art Englisch, das so genannte "Denglisch".

Daneben gehören englische Jobtitel in modernen Dienstleistungsbranchen, wie beispielsweise dem Consulting, zum guten Ton. Natürlich sollen sie auch auf das moderne Image der Firma verweisen und lassen daher häufig auch auf moderne Unternehmensstrukturen schließen.

    
Fachliche Kompetenz
Grundsätzlich fordern die meisten Unternehmen von ihren Bewerbern inzwischen sowohl die so genannten Hard- als auch Soft-skills.

Zu den harten Fakten zählen zum Beispiel Aus- und Weiterbildungsabschlüsse (Diplom-Ingenieur, Betriebswirt, etc.) oder eine entsprechende Berufserfahrung. Zu den weichen Kriterien hingegen gehören soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit oder Teamorientierung.

Daneben lassen sich die Anforderungen in Muss- und Soll-Kriterien unterteilen.
Formuliert das Stellenangebot für die harten Fakten ausdrücklich

    * „Voraussetzung ist...“ oder „Erwartet wird...“,
dann sollte das Profil des Bewerbers möglichst nicht allzu weit vom Geforderten abweichen.

Hingegen signalisiert ein
    * „Haben Sie außerdem noch...“
deutlich: „Wir bevorzugen Bewerber, die dieses Kriterium erfüllen“.

Dennoch: Wer sonst alle Anforderungen erfüllt, hat gute Chancen auf ein Vorstellungsgespräch.


Soziale Kompetenz
Bei den so genannten Soft Skills ist der Bewerber zunächst auf eine eigene Einschätzung seiner Persönlichkeit angewiesen. Denn die weichen Fähigkeiten lassen sich nur selten im Lebenslauf mit harten Fakten belegen.

Doch so manches Mal bieten die expliziten Forderungen nach den weichen Kriterien wichtige Hinweise über den möglichen zukünftigen Arbeitsplatz.

Fordert eine Medien-Agentur allzu deutlich in ihrem Stellenangebot Teamorientierung, Flexibilität und eine gute ausgeprägte Motivation, so verbirgt sich dahinter der in der Branche übliche Terminstress, unbezahlte Überstunden und die Bereitschaft das Privatleben zugunsten des Unternehmens zurückzustellen.

Als Faustregel gilt:
100 Prozent gibt es nicht! Entspricht das Stellenangebot zu circa 60 Prozent Ihrem Profil, kann sich die Bewerbung lohnen.
jc18957
Mittwoch, 28. November 2007FacebookStumbleUpondeliciousMister WongGwiri

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