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Chris Tietjen – The Next Generation

Wenn es um die Newcomer des letzten Jahres geht, denkt man zuerst an Guy Gerber – logisch. 

Aber der eigentliche Newcomer im Jahr 2006 heißt für uns Chris Tietjen. 

Denn kaum jemand hatte vor 16 Monaten etwas von dem 21-jährigen gebürtigen Franzosen gehört. 

Das hat sich mittlerweile geändert, Chris ist heute für die meisten in der Szene ein Begriff und steigert Monat für Monat seinen Bekanntheitsgrad. 

Wie er mit dem ganzen umgeht, welche Ziele und Wünsche er für die Zukunft hat und was es sonst noch neues gibt, hat uns Chris selbst erzählt



Moderator: Hallo Chris, alles klar bei dir? Wie geht es dir, wie war dein Wochenende?

Chris Tietjen: Mir geht es gut, danke. 
Ich hatte dieses Wochenende frei und damit dann auch Zeit, mal ein wenig zu entspannen.
Eigentlich wollte ich draußen etwas Sport machen, aber das schlechte Wetter an diesem Wochenende
hat das leider nicht zugelassen.




Moderator: Dass du frei hast, ist mittlerweile auch eher selten der Fall, oder? Immerhin hast du ja im letzten Jahr einen enormen Sprung auf der Karriereleiter gemacht und bist schon weitaus gefragter als noch vor einem Jahr.

Chris Tietjen: Das stimmt, es hat sich einiges verändert. Meine Bookings haben enorm zugenommen und mittlerweile gebe ich ja  sogar Interviews (lacht). Dass das Ganze sich so entwickelt, hätte ich niemals gedacht. Wahrscheinlich träumen Tausende von so einem Weg und damit, dass gerade ich diesen gehen darf, erfüllt sich natürlich auch ein kleiner Traum von mir.




Moderator: Wie kommst du denn mit all dem klar? 

Chris Tietjen: Naja, es ist nicht immer einfach, ich bin täglich bis 19:00 Uhr im Büro und muss nebenbei noch viel für die Schule machen. Und dann sind da ja noch die wichtigsten Dinge, die Musik und meine Freunde, für die ich selbstverständlich auch soviel Zeit wie möglich haben möchte. Aber im Großen und Ganzen komme ich doch ganz gut mit allem klar, beschweren kann ich mich jedenfalls nicht.




Moderator: Richtig, denn wie du schon gesagt hast, beneiden dich wohl eine Menge Leute darum, dass du der „Ziehsohn“ von Sven bist und Cocoon dich hypet. Spürst du da auch Neid, Missgunst oder gar Spott?

Chris Tietjen: Eigentlich eher selten. Besonders schlimm finde ich nur die Leute, die gegenüber aufgrund des Erfolges total nett und zuvorkommend sind, die dir aber hintenrum die Hölle auf Erden wünschen. Das größte Problem daran ist, dass manche Leute das schon so geschickt machen, dass es teilweise nicht einfach ist, zu unterscheiden wer es jetzt gut mit dir meint und wer eben nicht. Generell probiere ich da aber immer, locker zu bleiben und bei den Leuten, bei denen ich das Gefühl habe, da stimmt was nicht, es einfach nicht näher an mich heran zu lassen. Ich liebe die Musik, mein ganzes Leben dreht sich nur um Musik und ich stehe zu dem, was ich mache. Neid und Missgunst gibt es leider immer und überall, damit muss man sich halt früher oder später abfinden.




Moderator: Nervt es dich denn eigentlich auch, dass du immer nur der „kleine Väth“ bist?

Chris Tietjen: Um ehrlich zu sein: schon ein wenig.
Ich meine, wenn Leute sagen, ich wäre der kleine Väth oder ich würde ihn irgendwann einmal ersetzen, dann haben, so glaube ich, die Leute weder eine Ahnung von mir und schon gar nicht von Sven.
Einen Menschen wie Sven kann man nicht so einfach ersetzen.
Mal ganz abgesehen davon, wie er diese Szene geprägt hat, so viel Spirit, Leidenschaft und Energie wie Sven hat und an die Leute weiter geben kann, gibt es wohl kaum ein zweites Mal in dieser Szene!!! 
Aus diesem Grund finde ich diesen Vergleich einfach unpassend.
Ich möchte immer noch meinen eigenen Weg gehen, bin aber zugleich sehr stolz darauf, 
dass mich Cocoon und vor allem Sven so unterstützt.




Moderator: Müsstest du dafür nicht von Cocoon weg und in eine andere Stadt, um anders wahrgenommen zu werden?

Chris Tietjen: Um das Image, welches du gerade genannt hast, weg zu bekommen, wäre das sicher die einfachste Lösung. Klar gibt es Reize, die einen überlegen lassen, einfach mal was anderes zu machen oder zu sehen - gerade weil ich schon so lange für Cocoon arbeite und es eben auch die einzige Firma ist, für die ich bisher gearbeitet habe. Aber ich denke, diese Reize sind ganz natürlich, mit meinem jungen Alter - abgesehen davon habe ich es hier so unglaublich gut,  dass ich überhaupt keinen Grund sehe, von hier weg zu gehen.
Schließlich ist ja auch alles hier: meine Familie, meine Freunde, mein musikalischer Ursprung... was braucht man mehr???


Cocoonity.net: Kommen wir zum Schluss nochmal auf deine Next-Generation-Nächte im Club zurück. Wann findet denn die nächste statt?

Chris Tietjen: Die nächste Next-Generation-Party ist erst wieder im Sommer, eine Woche nach dem dreijährigen Clubgeburtstag. Dieses Mal habe ich auch wieder einen Live- Act dabei, von dem ich sehr viel halte. Er macht einfach unglaubliche Musik und ich bin überzeugt, dass er in den nächsten Jahren schwer am Kommen ist.
Ich spreche von  REBOOT, für mich ein absolut faszinierender Produzent. Er ist regelrecht eine Musikmaschine, trippig, pumpend und nach vorne gehend, aber er kann auch melodiös und harmonisch sein. Ich bin richtig froh, dass es geklappt hat, ihn zu buchen.
Quelle: www.cocoonity.net


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Sonntag, 28. September 2008FacebookStumbleUpondeliciousMister WongGwiri

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